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Judith Gennrich

Judith Gennrich

Die Mezzosopranistin Judith Gennrich studierte Gesang an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz bei Prof. Claudia Eder.

Nach Ihrem Studium wurde sie 2000 in das Junge Ensemble der Bayerischen Staatsoper nach München engagiert. Neben kleinen Rollen in den laufenden Repertoirevorstellungen sang Judith Gennrich auch den Hänsel in „Hänsel und Gretel“ von E. Humperdinck. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Jun Märkl und Ivor Bolton zusammen.

Als Ensemblemitglied am Theater Münster konnte Judith Gennrich große Erfolge in vielen Partien ihres Faches feiern. Als Muse/Nicklausse in J. Offenbachs „Les contes d’Hoffmann“ und Theseus in Nicola Porporas „Arianna in Nasso“ erhielt sie im Jahrbuch der Opernwelt eine Nennung als beste Nachwuchskünstlerin. Zudem war sie u. a. als Octavian im „Rosenkavalier“ von R. Strauss, als Interpretin der Titelpartie in G. Rossinis „La Cenerentola“, als Sesto in Mozarts „Titus“, als Rinaldo, Cherubino, Périchole, Donna Elvira, Fenena, als Beatrice in „Beatrice und Benedict“ von Berlioz und als Fuchs im „Schlauen Füchslein“ auf der Bühne zu hören.

In den beiden vergangenen Spielzeiten war Judith Gennrich hauptsächlich dem Staatstheater Wiesbaden und dem Theater Münster als Gast verpflichtet. In dieser Saison 2019/2020 wird sie in Wiesbaden als 3. Magd in „Elektra“ und in der nächsten Saison 2020/2021 in der Ring Wiederaufnahme zu hören sein.

Neben dem klassischen Repertoire begleitete sie auch die moderne Oper. So war Judith Gennrich in der Uraufführung von Hans Werner Henzes „Das Urteil der Kalliope“ am Theater Gießen zu hören, sang in Opern von Leoš Janáček, Alban Berg und Luciano Berio und wirkte beim internationalen Kompositionswettbewerb „teatro minimo“ für moderne Oper der Bayerischen Staatsoper und der Oper Zürich mit. Als Montezuma in Wolfgang Rihms „Die Eroberung von Mexico“ in Münster erhielt sie für ihre Interpretation eine große Anerkennung von Publikum und Fachpresse.

Gastengagements führten sie unter anderem an das Staatstheater Wiesbaden und Darmstadt, an die Volksoper Wien (Cherubino), das Opernhaus Zürich sowie an die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf (Rosina).Mit der Bayerischen Staatsoper ging sie 2001 auf Japantournee. 2007 kehrte sie erneut zurück nach München für Hänsel in „Hänsel und Gretel“. In verschiedenen Produktionen war Judith Gennrich an der Reisopera in Enschede/Holland zu erleben. Mit Jan Willem de Vriend und dem Combattimento Consort Amsterdam sang sie dort z. B. die Partie der Costanza in „L´isola disabitata“ von Haydn.

Auf dem Konzertpodium war Judith Gennrich zu Gast bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Sie sang als Solistin bei der modernen Erstaufführung des Oratoriums „Petrus und Magdalena“ und „Miserere“ von Johann Adolf Hasse unter der Leitung von Michael Hofstetter. Judith Gennrich interpretierte Orchesterlieder wie Mahlers Liederzyklus „Lieder eines fahrenden Gesellen“ mit der Neuen Elblandphilharmonie oder „Shéhérazade“ von Maurice Ravel mit dem Sinfonieorchester Münster. Mit Ihrer Duo-Partnerin Rita Herzog (Klavier) erarbeitet Judith Gennrich auch unbekanntes Liedrepertoire. Einen bemerkenswerten Liederabend, mit Liedern und Texten von Johanna Kinkel, produzierte das Duo mit dem Deutschlandradio Kultur und dem WDR Musikfest Nordrhein Westfahlen. Eine CD-Einspielung mit Liedern für Mezzosopran und Gitarre von dem zeitgenössischen Komponisten Burkhardt Söll ist bei BLOOMLINE erschienen.

Judith Gennrich ist als freischaffende Opern- und Konzertsängerin und als Gesangslehrerin tätig.

Fach

Gesang